Heute morgen gegen 08:30h habe ich mich nach einem ausgezeichneten Frühstück von dem sehr freundlichen Hotelwirt verabschiedet. Er hat mir noch die Geschichte seines Hotels erzählt. Sein Urgroßvater hat das massive Gebäude baskischer Bauart bereits als Bauernhof betrieben, ebenso sein Großvater und sein Vater. Der Wirt hatte aber mit Kühen, Schafen und Schweinen nichts im Sinn und hat vieles umgebaut, betreibt nun seit Jahrzehnten sein Hotel und es läuft gut. Das kleine baskische Dorf Ascain liegt an der Voice de la Nive, einem wichtigen Verbindungs- und Nebenweg des Jakobswegs nach Santiago de la Compostela und viele Pilger kehren bei ihm ein.
Nachdem ich losgefahren bin, konnte ich mich davon überzeugen, dass die Schilder mit einem Pilgerpiktogramm durchaus ihre Berechtigung haben. Ein vergeistigter Pilger mit zwei Stöcken und großem Rucksack lief direkt vor mir ohne zu schauen über die Fahrbahn. Zum Glück bin ich auf den kleinen Straßen nur sehr vorsichtig unterwegs.

Habe dieses Bild aus dem Internet, da ich nicht fotografieren konnte. Gibt aber viele davon im Baskenland.
So etwa 100km vor Bordeaux nahm ich starken Lagerfeuergeruch wahr und die Sicht wurde sehr schlecht. Sichtweite zwischen 50 und 150 Meter, immer so Rauchschwaden die von rechts über die Straße hinweg zogen. Es gab aber keine Durchfahrverbote, so habe ich mal den Behörden vertraut und meinen Weg fortgesetzt. Feuer habe ich keines gesehen. Der ganze Spuk endete nach etwa 20 km.
Auch wenn es sicher in der Gegend um Bordeaux ziemlich trocken ist, erschienen mir die beiden großen Flüsse Garonne und Gironde, die bei Bordeaux ins Meer fließen gut gefüllt. Das sah zumindest von den Brücken so aus, als ich drüberfuhr.
Nun bin ich wieder in einem kleinen Dörfchen, eher eine Art Weiler mit 5 oder 6 Häusern in einer sehr komfortablen Unterkunft gelandet. Sehr hübsch eingerichtet mit einem superschnellen Internet (knapp 1000Mbps) und verschlossenem Parkplatz.
Das war’s für heute, gute Nacht.
P.S. Nachtrag zu meinem Beitrag vom 22.09.26 „Wer ist DANA: Das schlimme Wetterphänomen ist (bisher) in Spanien nicht aufgetreten. Hoffen wir, dass es so bleibt.