Daheim

Gestern Abend bin ich etwas ermattet aber dennoch wohlbehalten zuhause angekommen. Es war schön, meine liebe Frau wieder umarmen zu können.

Von Montluçon in Frankreich bis Fronhausen sind ein paar Kilometer aber alles war gut. Habe noch in Luxemburg für €1,86/Liter vollgetankt und dann gleich weiter die letzen 300km. Gegen Abend wurde es dann doch ganz schön kalt und ich war froh, die Thermo-Unterwäsche anzuhaben nicht mehr allzulange fahren zu müssen.

Alles in allem war es eine richtig schöne Tour. Ich konnte viel sehen und habe liebe alte Freunde wiedergesehen. Auch wenn ich von meinem ursprünglichen Plan, bis Gibraltar und dann hoch nach Galizien zu fahren, abgewichen bin, waren es am Ende dennoch über 5000km und mir hat es gereicht.

Ich werde mich jetzt im Winter um meine Liberta (so heisst mein Motorrad) kümmern und ein paar Dinge reparieren: Ölverlust, Blinkerschalter, Bremslicht, Elektrik allgemein und verschiedenes mehr. A bikers work never ends 🙂

Herzlich bedanken möchte ich mich an dieser Stelle für die freundliche Aufnahme und die Gastfreundschaft meiner Freunde. Es war toll, euch wieder zu sehen und gute Gespräche zu führen.

Damit endet dieser Blog vorerst und wird bei der nächsten Reise wieder fortgeführt.

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Entspanntes Fahren

Heute morgen gegen 08:30h habe ich mich nach einem ausgezeichneten Frühstück von dem sehr freundlichen Hotelwirt verabschiedet. Er hat mir noch die Geschichte seines Hotels erzählt. Sein Urgroßvater hat das massive Gebäude baskischer Bauart bereits als Bauernhof betrieben, ebenso sein Großvater und sein Vater. Der Wirt hatte aber mit Kühen, Schafen und Schweinen nichts im Sinn und hat vieles umgebaut, betreibt nun seit Jahrzehnten sein Hotel und es läuft gut. Das kleine baskische Dorf Ascain liegt an der Voice de la Nive, einem wichtigen Verbindungs- und Nebenweg des Jakobswegs nach Santiago de la Compostela und viele Pilger kehren bei ihm ein.

Nachdem ich losgefahren bin, konnte ich mich davon überzeugen, dass die Schilder mit einem Pilgerpiktogramm durchaus ihre Berechtigung haben. Ein vergeistigter Pilger mit zwei Stöcken und großem Rucksack lief direkt vor mir ohne zu schauen über die Fahrbahn. Zum Glück bin ich auf den kleinen Straßen nur sehr vorsichtig unterwegs.

Habe dieses Bild aus dem Internet, da ich nicht fotografieren konnte. Gibt aber viele davon im Baskenland.

So etwa 100km vor Bordeaux nahm ich starken Lagerfeuergeruch wahr und die Sicht wurde sehr schlecht. Sichtweite zwischen 50 und 150 Meter, immer so Rauchschwaden die von rechts über die Straße hinweg zogen. Es gab aber keine Durchfahrverbote, so habe ich mal den Behörden vertraut und meinen Weg fortgesetzt. Feuer habe ich keines gesehen. Der ganze Spuk endete nach etwa 20 km.

Auch wenn es sicher in der Gegend um Bordeaux ziemlich trocken ist, erschienen mir die beiden großen Flüsse Garonne und Gironde, die bei Bordeaux ins Meer fließen gut gefüllt. Das sah zumindest von den Brücken so aus, als ich drüberfuhr.

Nun bin ich wieder in einem kleinen Dörfchen, eher eine Art Weiler mit 5 oder 6 Häusern in einer sehr komfortablen Unterkunft gelandet. Sehr hübsch eingerichtet mit einem superschnellen Internet (knapp 1000Mbps) und verschlossenem Parkplatz.

Das war’s für heute, gute Nacht.

P.S. Nachtrag zu meinem Beitrag vom 22.09.26 „Wer ist DANA: Das schlimme Wetterphänomen ist (bisher) in Spanien nicht aufgetreten. Hoffen wir, dass es so bleibt.

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Kleine Herausforderungen

Von Velez Rubio über Madrid ins Baskenland. Mal richtig Kilometer gemacht. Madrid zur Rush Hour muss nicht sein, ich musste trotzdem durch. Nach Madrid noch so etwa 200km. Eine Übernachtung in einer sehr schönen und trotzdem relativ günstigen Unterkunft mit bewachtem Parkplatz. Spritpreis liegt jetzt bei €1,83 für den Liter 95er mit E5. Milchkaffee in Spanien liegt bei €1,30 bis €1,50. Habe mir nach der langen Fahrt ein komplett Menü gegönnt. Drei Gänge. Erst einen Teller Salat, dann Hühnchen mir Pommes und als Nachtisch eine Süßspeise. Dazu Brot, ein Bier (Alkoholfrei), einen Kaffee. Alles zusammen €13,60, mit Trinkgeld €15,00. Und lecker war es auch.

Ein Wunder ist geschehen, ich habe ein brandneues Motorrad. 😀

Das Mopped fängt nun an zu ölen. Mein Kumpel aus Vilanova meinte, es sei die Ventildeckeldichtung. Nun denn, ich habe Öl mitgenommen. Da bisher der Ölverbrauch kaum merklich war, habe ich nur so etwa einen halben Liter Öl dabei, Da der Vorrat bereits verbraucht war, muss neues her. Klingt leichter als es ist. Bin heute in mehreren Läden gewesen. Mineralöl 20W50 ist sehr schwer zu bekommen. Alles synthetisch. Ich brauchte den gesamten Vormittag dafür. Erfolgreich war ich schließlich in einer Agrargenossenschaft, wo es das für alte Traktoren gab.

Als ob es nicht schon genug sei, fiel nun das Bremslicht und der rechte Bllnker aus, ich konnte es teilweise reparieren.

Ich denke, es war eine gute Entscheidung ins Landesinnere zu fahren und mich in Richtung Heimat zu bewegen.

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Wer ist DANA?

Wer weiss das! Ich wusste es bisher nicht. Okay, in ganz jungen Jahren hatte ich mal eine Freundin mit diesem Namen. Sie war nett, aber das ist eine andere Geschichte. Nicht nett und schon gar nicht meine Freundin ist die DANA um die es hier geht. DANA ist ein Wetterphänomen das Auftritt, wenn das Meer sehr warm ist und die aufsteigende Warmluft nach oben durch kalte Luftschichten blockiert wird. Das hat zur Folge, dass es regnet wie aus Eimern, fette Hagelbrocken herunterprasseln und sich die Straßen in Sturzbäche verwandeln. Am Dienstag war das Thema im spanischen Fernsehen und es wurde gesagt, dass das Phänomen sehr plötzlich, quasi ohne Vorwarnung auftreten kann, und aufgetreten ist. War noch gar nicht solange her, dass im Raum Valencia viele Menschen ihr Leben verloren.

Nun, darauf habe ich keine Lust, drum habe ich mich entschlossen den Mittelmeerraum schnell zu verlassen und mich nach Norden zu bewegen. Ich plante durch Portugal zu fahren und oben in Galizien wieder nach Westen, entlang der Atlantikküste bis Frankreich zu fahren.

Leider wird das auch nichts, oberhalb von Oporto in Richtung Santiago de Compostela brennen die Wälder.

Soll also nicht sein. Momentan befinde ich mich in Velez Rubio, eine Stadt in Andalusien. Ich werde also von hier nach Zentralspanien, Richtung Madrid fahren.

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Burriana

Nach knapp 300 Kilometern entlang der Küste erreichte ich Burriana in der Provinz Castellón und ich wurde von meinem alten Freund Miguel herzlich begrüßt. Wir kennen uns nun 54 Jahre, sind gleich alt und haben bereits als 14-jährige gemeinsam Unsinn verzapft.

Am Sonntag ging es aufs Meer zum Fischen.

El Capitán

Immerhin haben wir eine Gelbschwanzmakrele gefangen. Sehr lecker.

Abfahrbereit zum nächsten Ziel.

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Vilanova i la Geltrú

Zwei schöne Tage in Vilanova gehen zu Ende und ich mache mich heute wieder auf den Weg weiter die Küste entlang.

Der erste Tag war wettermäßig nicht zu toll und von Regenschauern, besonders in der Nacht begleitet. Dennoch konnte ich gestern an den Strand gehen und ein paar Runden im Meer schwimmen.

Bedanken möchte ich mich bei meinen Freunden für die Gastfreundschaft und inspirierenden Gespräche.

Nächste Station wird Burriana sein, wo ich in jungen Jahren einmal gewohnt habe.

Ihr seid super, vielen Dank! 👍

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Wieder in Spanien

Bevor  ich heute morgen um acht losgefahren bin, habe ich meine nächste Unterkunft kontaktet. Auch das wieder ein Motorradcamping so etwa 300km weiter Richtung Südwesten. Gegen 11 Uhr kam eine Antwort. Sie haben die Saison bereits beendet und daher geschlossen

Daher habe ich mich entschlossen auf die Schnellstraße ein paar mehr KM zu machen und bin nun in Figueras an der Costa Brava.

Ich könnte eine nette Pension mit Garage finden, damit das Mopped sicher steht

Morgen werde ich nur etwa 200km fahren um in Vilanova i la Geltrú Freunde zu besuchen.

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Volltanken kaum möglich 👎

Irgendwie ticken manche doch anders. Was passiert ist:

Ich rolle in eine Tankstelle, mache die Tankdeckel (Harley hat zwei) auf und hänge die Zapfpistole in den Tank. Nix passiert, die Tanksäule quakt unverständlich aber Sprit gibt’s keinen. Ich rein zu der Dame and der Kasse und bitte die Säule frei zu schalten. Nein, ist die Antwort, ich müsse vorher bezahlen. Wie soll ich das machen, ich weiss doch noch nicht wie viel rein passt. Das ist Ihr Problem war die Antwort. Und was ist, wenn ich zuviel bezahle, bekomme ich den Rest zurück? Nein, das ist dann auch Ihr Problem.

Okay, so isses. Ich habe einfach mal für 20 Euro getankt und weiter zu kommen und ein paar Kilometer weiter an einer anderen Tankstelle vollgetankt.

Dieses System finde ich blöd und habe das bisher nur in den USA gesehen. Ich hoffe, das macht nicht auch bei uns Schule. Bei den katastrophalen Spritpreisen, kann es natürlich sein, das einige ohne Bezahlung abhauen. Dagegen müssen sich die Tankstellen schützen und das verstehe ich schon. Blöd finde ich es trotzdem.

Leider konnte ich gestern nichts schreiben, ich befand mich an einer Unterkunft ohne Internet und GSM Netz.

Ich durfte dort einen sehr netten Menschen kennenlernen, den Betreiber eines Motorrad- Campingplatzes in der Nähe von Vichy.  Eigentlich war der schöne Platz geschlossen, ich durfte trotzdem dort schlafen.

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Der erste Tag

Bin heute morgen gegen 9:00h aufgebrochen. Entgegen der Wettervorhersage regnete es leicht. Naja, dachte ich, das hört sicher bald auf. Ich sollte mich irren.

Trotzdem bin ich entspannt gefahren und habe mich in Luxemburg über den Spritpreis gefreut. Bei € 1,79 pro Liter Super E5 hätte mein Tank ruhig größer sein können.

Nach einer kurzen Pause ging es durch Belgien nach Frankreich. Vorbei an Sedan und Verdun, den Schauplätzen fürchterlicher Schlachten vergangener Kriege dachte ich an die momentanen Ereignisse in der Ukraine. Ich hoffe dieser Krieg, der nicht unser ist, findet bald ein Ende.

In den Ardennen fing es richtig an zu regnen aber meine Kleidung hielt mich halbwegs trocken.

Nach knapp 500km erreiche um etwa 16:00h ich meine Unterkunft. Ein Motorradfahrer Camping in der Champagne. Sehr ruhig und erholsam. Die nette Wirtin Anita begrüßte mich herzlich und ich hatte Glück. Obwohl nicht gebucht, war sogar noch ein Zimmer in der rustikalen Herberge frei. Um 19:30h ist dann gemeinsames Abendessen. Anita kocht was Gutes, keine Ahnung was, ich lasse mich überraschen.

Habe mich immer noch nicht entschieden, welche Route ich nach Spanien nehme. Werde heute nochmal im Internet recherchieren, wie es an der Waldbrandfront aussieht. Bis morgen muss ich es wissen.

„Moto La Grange“ in der Champagne

Mein gemütliches Zimmer. Ich fühle mich wohl.

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Morgen geht es wieder los

Das Mopped ist gepackt und morgen früh mache ich mich auf den Weg nach Frankreich und Spanien. Bin noch nicht ganz sicher, welche Route ich nehme. Momentan gibt es ein paar Waldbrände sowohl in der Gegend von Bordeaux (Atlantikroute) als auch bei Perpignan (Mittelmeerroute). Das ist blöd, eine der beiden Routen werde ich nehmen müssen. Werde also spontan entscheiden.

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