Wieder in Spanien

Bevor  ich heute morgen um acht losgefahren bin, habe ich meine nächste Unterkunft Kontakte. Auch das wieder ein Motorradcamping so etwa 300km weiter Richtung Südwesten. Gegen 11 Uhr kam eine Antwort. Sie haben die Saison bereits beendet und daher geschlossen

Daher habe ich mich entschlossen auf die Schnellstraße ein paar mehr KM zu machen und bin nun in Figueras an der Costa Brava.

Ich könnte eine nette Pension mit Garage finden, damit das Mopped sicher steht

Morgen werde ich nur etwa 200km fahren um in Vilanova i la Geltrú Freunde zu besuchen.

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Volltanken kaum möglich 👎

Irgendwie ticken manche doch anders. Was passiert ist:

Ich rolle in eine Tankstelle, mache die Tankdeckel (Harley hat zwei) auf und hänge die Zapfpistole in den Tank. Nix passiert, die Tanksäule quakt unverständlich aber Sprit gibt’s keinen. Ich rein zu der Dame and der Kasse und bitte die Säule frei zu schalten. Nein, ist die Antwort, ich müsse vorher bezahlen. Wie soll ich das machen, ich weiss doch noch nicht wie viel rein passt. Das ist Ihr Problem war die Antwort. Und was ist, wenn ich zuviel bezahle, bekomme ich den Rest zurück? Nein, das ist dann auch Ihr Problem.

Okay, so isses. Ich habe einfach mal für 20 Euro getankt und weiter zu kommen und ein paar Kilometer weiter an einer anderen Tankstelle vollgetankt.

Dieses System finde ich blöd und habe das bisher nur in den USA gesehen. Ich hoffe, das macht nicht auch bei uns Schule. Bei den katastrophalen Spritpreisen, kann es natürlich sein, das einige ohne Bezahlung abhauen. Dagegen müssen sich die Tankstellen schützen und das verstehe ich schon. Blöd finde ich es trotzdem.

Leider konnte ich gestern nichts schreiben, ich befand mich an einer Unterkunft ohne Internet und GSM Netz.

Ich durfte dort einen sehr netten Menschen kennenlernen, den Betreiber eines Motorrad- Campingplatzes in der Nähe von Vichy.  Eigentlich war der schöne Platz geschlossen, ich durfte trotzdem dort schlafen.

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Der erste Tag

Bin heute morgen gegen 9:00h aufgebrochen. Entgegen der Wettervorhersage regnete es leicht. Naja, dachte ich, das hört sicher bald auf. Ich sollte mich irren.

Trotzdem bin ich entspannt gefahren und habe mich in Luxemburg über den Spritpreis gefreut. Bei € 1,79 pro Liter Super E5 hätte mein Tank ruhig größer sein können.

Nach einer kurzen Pause ging es durch Belgien nach Frankreich. Vorbei an Sedan und Verdun, den Schauplätzen fürchterlicher Schlachten vergangener Kriege dachte ich an die momentanen Ereignisse in der Ukraine. Ich hoffe dieser Krieg, der nicht unser ist, findet bald ein Ende.

In den Ardennen fing es richtig an zu regnen aber meine Kleidung hielt mich halbwegs trocken.

Nach knapp 500km erreiche um etwa 16:00h ich meine Unterkunft. Ein Motorradfahrer Camping in der Champagne. Sehr ruhig und erholsam. Die nette Wirtin Anita begrüßte mich herzlich und ich hatte Glück. Obwohl nicht gebucht, war sogar noch ein Zimmer in der rustikalen Herberge frei. Um 19:30h ist dann gemeinsames Abendessen. Anita kocht was Gutes, keine Ahnung was, ich lasse mich überraschen.

Habe mich immer noch nicht entschieden, welche Route ich nach Spanien nehme. Werde heute nochmal im Internet recherchieren, wie es an der Waldbrandfront aussieht. Bis morgen muss ich es wissen.

„Moto La Grange“ in der Champagne

Mein gemütliches Zimmer. Ich fühle mich wohl.

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Morgen geht es wieder los

Das Mopped ist gepackt und morgen früh mache ich mich auf den Weg nach Frankreich und Spanien. Bin noch nicht ganz sicher, welche Route ich nehme. Momentan gibt es ein paar Waldbrände sowohl in der Gegend von Bordeaux (Atlantikroute) als auch bei Perpignan (Mittelmeerroute). Das ist blöd, eine der beiden Routen werde ich nehmen müssen. Werde also spontan entscheiden.

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Geduld ist eine Tugend

Auch wenn es mir schwer fällt muss ich mich nun geduldig sein und mir das oben genannte Zitat des niederländischen Philosophen Baruch de Spinoza (1632-1677) verinnerlichen.

Nach meinem Sturz vor zwei Wochen in Tschechien und ein paar Tagen Erholungsphase war ich wieder mit dem Motorrad unterwegs. Nur eine kleine Ausfahrt und plötzlich waren die alle Kontrollleuchten und die Blinker ohne Funktion. Habe die rausgeflogene Sicherung ersetzt, die neue hat sich natürlich auch sofort verabschiedet . Als ich wieder daheim war, habe ich nach dem Ausschlussprinzip die Fehlersuche begonnen und konnte verschiedene Ursachen ausschließen. Nachdem ich so ziemlich alles überprüft hatte, blieb am Ende noch die rechte Seite der Lenkerarmatur als Ursache übrig. Ein Kabel hat sich aufgescheuert und einen Masseschluss ausgelöst.

Bei der Gelegenheit konnte ich mir den wirklich desolaten Zustand meiner Motorradelektrik vor Augen führen und habe einen Entschluss gefasst:

So werde ich keinesfalls auf große Tour gehen. Die nächste Panne wäre hier schon vorprogrammiert. Die Elektrik muss radikal restauriert werden. Kabel müssen gekürzt, größtenteils erneuert und besser verlegt werden. Die Hälfte des Kabelsalats ist sowieso unnütz und kann entsorgt werden.

Da ich mir solch umfangreiche Arbeiten an der Elektrik selbst nicht zutraue, habe ich einen Fachmann zu Rate gezogen. Er wird im Juli die Elektrik erneuern. Leider ist er ausgelastet und hat vorher keinen Termin frei.

Ich werde mich also in Geduld üben und die Tour nochmals aufschieben müssen.

Hier noch ein paar visuelle Eindrücke des Kabelsalats:

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Glück gehabt!

Erstmal danke für das Interesse. Aufgrund der Nachfragen möchte ich euch über den Grund der Unterbrechung meiner Reise aufklären. Das ist passiert: In der Nacht zum letzten Sonntag hatte ich leider bei meinen Freunden in Tschechien einen Unfall. Nicht mit dem Motorrad, sondern im Haus. Als ich in der Nacht bei Dunkelheit die Toilette aufsuchen wollte, stolperte ich und fiel mehr oder weniger kopfüber eine Treppe hinunter. Dabei zog ich mir Prellungen und eine Kopfverletzung zu. Da ich kurz das Bewusstsein verloren habe und ziemlich blutete beförderte mich ein Krankenwagen  ins Krankenhaus, wo ich untersucht und versorgt wurde. Das CT zeigte keine besondere Auffälligkeiten, die Kopfwunde wurde geklebt.

Am Mittwoch war ich dann wieder soweit und konnte nach Hause fahren.

Alles in allem hatte ich ziemliches Glück, das hätte auch anders ausgehen können. Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinen lieben tschechischen Freunden für die Hilfe und den Beistand bedanken. Ihr seid toll, vielen herzlichen Dank.

Bedanken möchte ich mich auch bei den Leuten aus dem Krankenhaus in Strakonice/CZ. Super professionelle Arbeit und sehr freundlich.

Nun bin ich hoffentlich bald richtig fit und kann die Tour wieder starten. Ich hoffe, dass ich Anfang Juni in Richtung Frankreich/Spanien aufbrechen kann.

Was lernte ich aus dem Geschehnis? Hier fünf lehrreiche  Weisheiten 😀:

  • Nachts ist es dunkel, Beleuchtung ist hilfreich
  • Kopfsprünge ohne Wasserbecken sind eher ungesund
  • Im Haus ist es gefährlicher als auf dem Motorrad
  • Auch Treppen mit nur  zehn Stufen können zu hoch sein.
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Unterbrechung

Es waren ein paar wunderbare Tage bei meinen tschechischen Freunden und ich bedanke mich sehr für Eure Gastfreundschaft und ich habe ich mich gefreut euch wieder zu sehen und festzustellen, dass es euch gut geht.

Aufgrund nicht vorhersehbarer Ereignisse habe ich die Tour unterbrochen.

Gestern hatte ich daher eine zwar nasse aber trotzdem schöne Heimfahrt aus Tschechien. Sobald es wieder weitergeht werde ich hier berichten.

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Blatná (CZ)

Eine schöne Fahrt bei bestem Wetter brachte mich gestern Abend gegen 18:00h nach Blatná in Tschechien. Meine lieben Freunde bereiteten mir einen herzlichen Empfang und wir tranken ein Bier zur Begrüßung.

Okay, es war nicht nur ein Bier daher fällt mein Reisebericht heute etwas kurz aus.  Ich werde weiter schreiben, wenn es etwas Neues gibt und ich meinen Erholungsschlaf beendet habe.

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Abfahrt Morgen

Alle Vorbereitungen sind nun erledigt und das Mopped steht bepackt in meinem „Wohnzimmer“. Ich freue mich auf die Fahrt zumal das Wetter morgen nicht schlecht sein wird.

Mein erstes Ziel wird Blatná in der Tschechischen Republik sein. Das Städtchen liegt in Mittelböhmen, hat nicht ganz 7000 Einwohner und ist knapp 600 km von meinem Wohnsitz entfernt. Ich werde mich dort mit guten Freunden treffen ein paar Tage dort verbringen.

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Letztes Update vor Abfahrt

Die neuen Seitenkoffer sind dran, sieht gar nicht mal so übel aus.

Außerdem habe ich noch einen sehr hellen LED-Scheinwerfer eingebaut. Die originale Lampe war leider nicht optimal und da meine Sehkraft altersbedingt nachts etwas nachgelassen hat, war das eine sinnvolle Anschaffung. Die Leuchtkraft des neuen Lichts ist wirklich enorm.

Ich denke, technisch ist nun ist alles gut vorbereitet und ich kann nächste Woche starten.

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