Auch wenn es mir schwer fällt muss ich mich nun geduldig sein und mir das oben genannte Zitat des niederländischen Philosophen Baruch de Spinoza (1632-1677) verinnerlichen.
Nach meinem Sturz vor zwei Wochen in Tschechien und ein paar Tagen Erholungsphase war ich wieder mit dem Motorrad unterwegs. Nur eine kleine Ausfahrt und plötzlich waren die alle Kontrollleuchten und die Blinker ohne Funktion. Habe die rausgeflogene Sicherung ersetzt, die neue hat sich natürlich auch sofort verabschiedet . Als ich wieder daheim war, habe ich nach dem Ausschlussprinzip die Fehlersuche begonnen und konnte verschiedene Ursachen ausschließen. Nachdem ich so ziemlich alles überprüft hatte, blieb am Ende noch die rechte Seite der Lenkerarmatur als Ursache übrig. Ein Kabel hat sich aufgescheuert und einen Masseschluss ausgelöst.
Bei der Gelegenheit konnte ich mir den wirklich desolaten Zustand meiner Motorradelektrik vor Augen führen und habe einen Entschluss gefasst:
So werde ich keinesfalls auf große Tour gehen. Die nächste Panne wäre hier schon vorprogrammiert. Die Elektrik muss radikal restauriert werden. Kabel müssen gekürzt, größtenteils erneuert und besser verlegt werden. Die Hälfte des Kabelsalats ist sowieso unnütz und kann entsorgt werden.
Da ich mir solch umfangreiche Arbeiten an der Elektrik selbst nicht zutraue, habe ich einen Fachmann zu Rate gezogen. Er wird im Juli die Elektrik erneuern. Leider ist er ausgelastet und hat vorher keinen Termin frei.
Ich werde mich also in Geduld üben und die Tour nochmals aufschieben müssen.
Hier noch ein paar visuelle Eindrücke des Kabelsalats:


